Rettung Übung auf dem Werksgelände der Westfalen AG – Positives Fazit
Godensholt / Hildburg Lohmüller - Kaum von einem „echten“ Einsatz zu unterscheiden war die feuerwehrtechnische Übung in Godensholt auf dem Werksgelände der Westfalen AG, so realistisch das Szenario: Qualm zieht aus dem Verwaltungsgebäude und dem Werkstattbereich der Flaschenabfüllanlage. Eine unbekannte Anzahl an Mitarbeitern befindet sich in den Gebäuden. Um 15.22 Uhr läuft die Alarmierung auf, kurz danach treffen die ersten Einheiten am Unglücksort ein. Zeitgleich ereignet sich in der Nähe des Werksgeländes ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Traktor mit Anhänger ist ins Schleudern geraten und frontal gegen einen Baum geprallt. Ein entgegen kommender PKW konnte zwar dem Traktor noch ausweichen, ist dann aber gegen den Anhänger gestoßen, auf dem ein mit einer orangen Warntafel gekennzeichneter Flüssigkeitsbehälter steht. Der Treckerfahrer sitzt bewusstlos in der Kabine, der PKW-Fahrer ist in seinem Fahrzeug eingeklemmt und aus dem Flüssigkeitsbehälter tropft Flüssigkeit in geringer Menge.
Alarmiert sind die Einheiten aus Godensholt, Nordloh-Tange, Bokel-Augustfehn und Apen, ferner zwei Fahrzeuge der DRK-Bereitschaft Apen.
Schnell gefunden und gerettet wurden die vier Personen, die sich in den zwei brennenden Gebäuden der Westfalen AG befanden. Um eine Explosionsgefahr durch die Hitzeentwicklung zu verhindern, wurde das Flaschenlager durch Abspritzung gekühlt.
Deutlich schwieriger gestaltete sich die Bergung der verletzten Personen des Verkehrsunfalls. Während der Traktorfahrer schnell aus der Kabine geborgen werden konnte, war die Rettung des eingeklemmten PKW-Fahrers schwierig. Das Dach musste abgetrennt werden, um die verletzte Person sicher zu retten.
An der groß angelegten Übung waren insgesamt 92 Feuerwehrleute und Sanitäter beteiligt. Auch Bürgermeister Hans-Otto Ulken verfolgte die gesamte Übung. Ein im Großen und Ganzen positives Fazit zog abschließend Ralf Hasselder, stellvertretender Gemeindebrandmeister, der den Einsatz gemeinsam mit Ortsbrandmeister Manfred Weiß, Kreisbrandmeister Johann Westendorf und stellvertretendem Kreisbrandmeister Michael Rohlfs kritisch beobachtet hatte: „Die Menschenrettung hat sehr gut und zügig funktioniert. Kleine Ablauffehler gab es, die müssen noch verbessert werden“.
Quelle: NWZ-Online.de





